Veränderungen von Hautstruktur- und –Farbe: harmlos oder ernsthaft?

Farbe, Falten oder Hautausschlag. Die Signale, mit denen Ihr Körper Sie vor Hautkrankheiten warnt. Dabei ist die Haut ist nicht nur das größte Organ. Sondern eben auch ein sehr sensibles Organ – und ein Spiegelbild Ihrer Gesundheit. Denn Ihre Haut leitet äußere Impulse an das Gehirn weiter, reagiert wiederum auch umgekehrt auf Signale, die das Gehirn vom Organismus erhält.

Veränderungen von der Hautstruktur- und -Farbe haben meistens harmlose Ursachen. Gelegentlich sind es auch nur Warnsignale, die für ein körperliches oder ernsthaftes seelisches Problem stehen.

Hautkrankheiten: Hilferufe von Seele und Körper

Ihre Haut, die Nerven und das Gehirn haben bei der laufenden Entwicklung eines Embryos ein und den gleichen Ursprung. Denn wegen dieser Ähnlichkeit betreffen „Krankheiten“ oftmals beide Organsysteme. Zum einen das zentrale Nervensystem und Ihre Haut. Es ist also kein Wunder, dass seelische Probleme oft an Ihrem Hautzustand abgelesen werden kann. Umgekehrt chronische Leiden wie Neurodermitis oder Schuppenflechte kann die Psyche massiv wiederum beeinflussen. Mediziner sprechen hierbei vom sogenannten Haut-Ich. Das sind Stress-Signale, die Ihr Gehirn aussendet und eine Immunreaktion in der Haut auslösen. Stark belastende Erlebnisse werden dadurch sichtbar. Zum Beispiel lässt extremer Stress bei manchen Menschen plötzliche Pickel sprießen oder sogar Herpes-Bläschen an der Lippe entstehen. Techniken für die Entspannung, wie Yoga oder ähnliche Kurse bringen bei seelischen Hautkrankheiten in der Tat beachtliche Heilungserfolge.

Was verrät der Teint über Hautkrankheiten

Oftmals verrät ein Blick in den Spiegel auch viel über Ihren körperlichen Gesundheitszustand. Farbveränderungen, Spannungen, Pusteln oder Hautausschläge können ein Zeichen organischer Probleme sein. Und zwar lange, bevor mögliche Beschwerden hervorkommen. Für erfahrene Ärzte ist ein Blick auf Ihr Hautbild daher fester Bestandteil jeder Untersuchung. Zum Beispiel können gerötete Nasenflügel möglicherweise auf entzündete Bronchien hinweisen oder rote Adern auf einen Bluthochdruck. Eventuelle Störungen im Stoffwechselsystem zeigen sich in auffälligen Schwellungen der unteren Wange. Dabei wirkt die Haut grau und ohne Spannung. Gelegentlich äußern sich Hautkrankheiten in Form von Herzproblemen. Die Folge ist eine Überlastung der Kranzgefäße.

Wann sollten Sie mit einer Hautkrankheit zum Arzt gehen?

Ihr Hautbild gibt dem Mediziner wichtige Einblicke in Ihren Gesundheitszustand. Ein bläulicher Schatten zwischen Augen und Nasenwurzel kann auf eine mögliche Erkrankung des Verdauungstrakts oder von Blutgefäßen hindeuten. Bei grau oder stark grobporig wirkender Haut ist0 eine Verdauungsschwäche bei der Eiweißverwertung möglichweise in Betracht zu ziehen. Hinter bräunlichen Minieinblutungen auf den Wangen oder Augenrändern könnte eine mögliche Leberschwäche stecken. Daher gilt grundsätzlich: Achten Sie stets auf das, was Ihr Körper Ihnen an Signalen sendet. Wenn Sie sich „in Ihrer Haut“ nicht wirklich wohl fühlen, lassen Sie das mögliche Anzeichen lieber ärztlich abklären.

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