Welche Erkrankungen verursacht Stress?

Unter einem Stress versteht man die körperliche Reaktion auf eine Herausforderung. Auf der physiologischen Ebene zeigt sich Stress durch das Ausschütten der Stresshormone. Hypophyse, welche sich im Gehirn befindet, ist für Niveau der Stresshormone im Organismus verantwortlich. Wenn der Mensch in eine herausfordernde oder gefährliche Situation geriet, produzieren seine Hormondrüsen Stresshormonen. Diese Hormone mobilisieren die Kräfte des Körpers.

Als die Stresssituation vorbei ist, kommt unser Organismus in den normalen Zustand wieder, um sich zu entspannen. Der Stresszustand muss wenige Stunden dauern, sonst werden die Kräfte erschöpft.

Ursachen von Stress

Wenn der Mensch ständig einer psychischen Überbelastung unterworfen ist, folg die allmähliche Erschöpfung und sogar Burn-out. Der Organismus hat schon keine Ressourcen mehr, um den Stress zu überwinden. Dabei entsteht sog. Dys-Stress. In diesem Zustand hat nervliche Anspannung einen stark ausgeprägten negativen Einfluss auf die Gesundheit.

Dauerhafter Stress kann viele Ursachen haben, unter welche auch:

  • hoher Leistungsdruck im Beruf;
  • längere Arbeitszeiten;
  • Freizeit- und Schlafmangel;
  • Reizüberflutung von den Massenmedien;
  • starke Verlustempfindungen;
  • Probleme im Privatleben;
  • negative Erlebnisse oder Änderungen im Leben.

Statt sich von einem Stressor loszuwerden, kann eine gestresste Person zur Hilfe von Alkohol, Rauchen, Medikamente und ungesundem Essen greifen, um dem alltäglichen Stress zu wiederstehen. Die Symptome von Stress verschwinden dabei nicht. Solche Maßnahmen sind nicht nur uneffektiv, sondern auch können weitere Gesundheitsprobleme auslösen. Chronischer Dys-Stress gilt als einer der Risikofaktoren für Entwicklung von Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, Arzneimissbrauch, Rauchen. Häufig versucht die Person durch Konsum von fettem und süßem Essen das Unwohlfühlen zu überwinden.

Symptome von Stress

Dys-Stress kann sich durch verschiedene psychische und physische Warnsignale zeigen. Die ersten psychischen Symptome von stressbedingter Überbelastung sind:

  • Probleme mit dem Schlaf;
  • Konzentrationsschwierigkeiten;
  • Mutlosigkeit;
  • Sinken von Leistungsfähigkeit;
  • Unwohlsein;
  • Gereiztheit;
  • Ängste.

Wenn wir andauernd gestresst sind, zeigt der Körper auch bestimmte Merkmale der Überbelastung:

  • Sachmerzen (im Rücken, Bauch, Kopf);
  • Müdigkeit oder Rastlosigkeit;
  • Erhöhter Blutdruck;
  • Sodbrennen.

Werden diese Anfangssymptome ignoriert, kann Stress zu seriösen Krankheiten führen.

Stress als Ursache der Krankheiten

  • Dauerhafte Alarmbereitschaft erschöpft die Kräfte des Organismus. Die Betroffenen leiden oft an solchen Störungen wie Erschöpfungszustände und sog. Burn-Out-Syndrom. Dies kommt am häufigsten bei den beruflich überlasteten Menschen vor.
  • Unter dem Einfluss von Stress hat man Störungen mit dem Immunsystem. Häufige Infektionserkrankungen, ungünstiger Verlauf von Krankheiten und sogar Tumorerkrankungen sind die Folgen.
  • Schmerzrezeptoren werden vom Stress auch beeinflusst, sodass man oft an verringerter Schmerztoleranz leidet.
  • Bei den Sinnesorganen treten solche Störungen wie Tinnitus, Hörsturz, Ohrgeräusche auf.
  • Muskulatur kann solche Symptome der Gestresstheit wie Rückenschmerzen aufweisen.
  • Starken Einfluss hat Überbeanspruchung auch auf das Gehirn. Psychologische Erschöpfung verursacht eingeschränkte Konzentrations-, Lern- sowie Leistungsfähigkeit, Hirninfarkt.
  • Wenn eine Person gestresst ist, leidet auch ihr Herz-kreislauf-System. Blutdruck, Herzinfarkt und Arteriosklerose werden häufig bei den Betroffenen diagnostiziert.
  • Im Bereich der Verdauung entstehen Magen-Darm-Geschwüre, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen.
  • Stress stört den normalen Stoffwechsel, infolge dessen können Diabetes, Übergewicht sowie erhöhter Cholesterinspiegel auftreten.

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